18. Juli 2018

… Davor heißt es aber ankommen und Geist und Magen eingewöhnen. Um den Kulturschock gleich nochmal zu verstärken, begeben wir uns aufgeteilt in drei Gruppen auf Erkundungstour á la Operation Rescue durch Kalkutta. Statt Sightseeing stehen unter anderem der Fluss Ganges, die Verbrennungsstätte, das Rotlichtviertel, die Häuser von Mutter Theresa und ein Besuch der Kinder von Operation Rescue in ihrem Lebensumfeld – der Straße – auf dem Programm.

Da wir bisher alle das indische Essen aus dem Restaurant viel zu gut vertragen haben, suchen wir am nächsten Tag den bakteriellen Nervenkitzel auf dem Land, wo wir die Familie der Köchin besuchen und uns von deren hausgemachten Essen verwöhnen lassen. Bei einer „Tour“ durch das Dorf der entfernten Verwandtschaft werden wir mit mit leuchtenden Augen, breiten Lächeln und unglaublich viel Neugier empfangen, werden aber auch Zeuge der harten Arbeit, die diese Menschen verrichten, um sich nur das nötigste leisten zu können: die Frauen arbeiten 70 Stunden/ Woche inmitten von beißendem Klebstoff-Geruch in gebückter Haltung und fertigen im Akkord eine Schmuckbox nach der anderen, für 120 IDR (1,60 Euro) pro Woche – weniger, als ein jeder von uns am Vorabend für sein Abendessen bezahlt hat. Ein Straßenessen für die Einheimischen kostet im Vergleich 30 IDR.