“Ein neuer Tag beginnt – und ich freue mich!” – Philip ist gut drauf und bringt unsere Motivation auf den Punkt. Kaffee, Lagebesprechung, geistlicher Input – los gehts!
Erste Station: Rabbinerwitwe Frau Waltner wurde ein absoluter Fan von Paul, der ihr den Balkon neu verputzt hat, und war überglücklich, dass Karin ihr spontan ein Kissen für ihre Beine genäht hat. 

Team zwei: In Gilo wurde unser Team von einem herzlichen russisch-jüdischem Ehepaar begrüßt, deren Bad unter dem letzten Winter gelitten hat. Alexander ist zwar schon knapp 80 Jahre alt, ist aber topfit im Kopf und sehr gebildet: Er spricht mehrere Sprachen fließend und hat schon zahlreiche Bücher geschrieben. 

Das dritte Team hat in einer Suppenküche in der Jerusalemer Innenstadt handwerklich unterstützt, wo an Bedürftige täglich bis zu 200 Mahlzeiten verteilt werden. Am Ende des Tages hatten wir eine dichte Toilette, neue Rollen für die Essenausgabe-Wagen, viele gestopfte Löcher und eine grundgereinigte Küche zu verzeichnen.Nach einem vollen Tag konnten wir uns einen kleinen Abstecher in die Innenstadt nach Jerusalem nicht verkneifen: Die Eindrücke reichten von Gebeten an der Klagemauer, heiligem Chaos im jüdischen-orthodoxen Viertel und einer jüdischen Hochzeit, die wir spontan am Straßenrand mitverfolgen konnten. 

Die hellen Sandstein-Mauern in der ganzen Stadt haben uns sehr beeindruckt – vor allem aber sind wir dankbar, dass wir nicht nur als Touristen diese Mauern von außen anschauen, sondern dass wir die Möglichkeit haben, hinter diese Mauer zu schauen. Dass wir Menschen in ihrem Zuhause treffen und ihnen praktisch helfen können.