Neue Baustelle bei einem Freund von Philip, Pastor Shahade – die beiden haben sich auf der Bibelschule kennengelernt.

In seiner Gemeinde haben wir geholfen die Pastorenwohnung direkt neben dem Gemeindegebäude zu renovieren – um Shahades Wunsch, bald mit seiner schweizerischen Frau und seinen drei zuckersüßen Mädchen dort einziehen können, ein Stück näher zu kommen.

“Alle schaffen wie blöd – und das motiviert”, alle packen an, haben viel Spaß zusammen.

Während wir in der Nähe der Jerusalemer Altstadt am Freitagabend Gottesdienst gefeiert haben, hörte man zuerst den Imam zum Gebet rufen, später wurden die Juden mit Shofahörnern an den Shabbatbeginn erinnert. (Nach dem Gottesdienst gab es noch eine Zeit der Gemeinschaft, in der wir noch einige Gemeindemitglieder kennenlernen konnten.) Shahade und seine Frau haben ein großes Herz.

Shahade hat selbst einen arabischen Hintergrund und ein großes Herz für alle und hat die Vision gemeinsam mit seiner Frau einen Ort zu schaffen, in dem unterschiedliche Kulturen und Nationalitäten unseren liebenden Gott kennenlernen können. Ihre Vision ist es, nicht eine internationale Gemeinde aufbauen, auch wollen sie nicht ausschließlich Muslime oder Juden ansprechen. Sondern einen Ort, wo Menschen aus unterschiedlichsten Hintergründen, mit unterschiedlichen Weltbildern ein geistliches Zuhause finden können. Gerne könnt ihr mit für diesen wichtigen und gleichzeitig sehr herausfordernden Dienst beten!

Auf unserem Rückweg am Abend haben wir eine kleine kulturelle Lehrstunde erhalten: Fahre niemals am Sabbat durch ein jüdisch-orthodoxes Viertel. Unser Navi hatte leider keine kulturelle Kompetenz und wollte uns am Shabbat mitten durch ein jüdisch-orthodoxes Wohngebiet schicken. Als wir nichtsahnend mit dem Auto eingebogen sind, haben wir schon die ersten strafenden Blicke geerntet. Dass wir hier auch als Nicht-Juden nicht langfahren sollten, haben wir erst verstanden als kleine Kinder mit Steinen auf uns zugerannt kamen. Sie riefen lauthals “Shabbes, Shabbes” und drohten, unser Auto zu beschädigen, wenn wir nicht umdrehen würden – denn Autofahren zählt auch als Arbeit, und jegliche Arbeit ist am Sabbat strengstens verboten. Etwas geschockt und gleichzeitig unglaublich dankbar machten wir uns auf einem anderen Weg zurück nach Hause: Wir sind so froh, dass wir durch Jesus von aller Gesetzlichkeit befreit sind.