Im heiligen Land zu sein ohne sich auf die Spuren von Jesus zu begeben, geht gar nicht. Also haben wir alles gegebenen um in kurzer Zeit soviel wie möglich zu sehen und sind losgepilgert. Von Kirche zu Kirche. Vom Garten Gethsemane  zur Kirche der Auspeitschung und zur Grabeskirche. Wir waren sehr dankbar, dass Shahade uns begleitet hat und wir ihn Löcher in den Bauch fragen durften.

Shahade wusste sogar, wo man den besten Kaffee der Stadt bekommt. Und zwar keinen gewöhnlichen Cappuccino, sondern Kardamom Kaffee – eine israelische Spezialität.

Wir sind so froh, dass die Geschichte mit dem Tod Jesu nicht endet, sondern dass es noch eine weitere Station etwas außerhalb der Altstadt zu besichtigen gibt: das leere Grab.

Bei allen Orten, an denen angeblich dies oder jenes stattgefunden hat oder auch nicht, ist uns eins klar geworden: Viel wichtiger als die Info darüber, wo genau etwas passiert ist, ist WAS passiert ist. Indem wir das Abendmahl gefeiert haben, haben wir uns Zeit genommen, darüber nachzudenken, was Jesus für uns getan hat und wie dankbar wir für dieses Geschenk sind.

Jerusalem ist voll von heiligen Stätten und Pilgern unterschiedlichster Herkunft, auch unter den Christen. Einmal mehr sind wir froh, dass die Art wie wir glauben unabhängig ist von heiligen Steinen, sondern allein auf der Beziehung zu Gott aufbaut. Trotzdem war es sehr interessant, ein Gefühl für die geografischen Entfernungen und Dimensionen der Schauplätze so vieler biblischer Geschichten zu bekommen und so manche Vorstellung aus Hollywood-Filmen oder der Kinderbibel upzudaten.

Vom Ölberg aus hat man einen fantastischen Blick auf ein brisantes Fleckchen Erde, den Tempelberg. Für Muslime, Christen und besonders für die Juden ist dieser Ort von großer Bedeutung. Viele Juden lassen sich hier begraben, denn sie glauben, dass durch das Goldene Tor der Messias wiederkommt – und zahlen viel Geld, um sich so die Pole Position bei der Auferstehung zu sichern.

Auch außerhalb von Jerusalem konnten wir einiges erleben und haben einen leckeren Petrusfisch am See Genezareth gegessen und uns davon überzeugt, dass die berühmten Wasserbilder vom Toten Meer kein Fake sind.

In der Nähe des Hirtenfeld in Bethlehem haben wir den Tag bei leckerem Abendessen in orientalischer Atmosphäre ausklingen lassen. Besonders dankbar waren wir an diesem Tag für Shahade und sein Insiderwissen über Geschichte, Tradition, Land und Leute.