„Durch das kurze Anheben der Augenbrauen sagen Philippin@s ‚Hallo‘ oder signalisieren Zustimmung“ (Daily-Phili-Fact Nr.19)

Unpünktlich nach 20 Uhr betreten die Crewmitglieder das JuZe Pipeline in Frankfurt, angereist aus dem Rhein-Main-Gebiet und Marburg. Aufmerksame, weit hochgezogene Augenbrauen begrüßen einander. Die verbale löst die nonverbale Augenbrauenkommunikation ab und wir umarmen uns wie Deutsche das nun mal so zu tun pflegen, wenn sie sich mögen. Denn es ist Teammeetingtime! Es bedeutet ein konspiratives Zusammenkommen, einander besser Kennenlernen, geistliches Ringen um gute Ideen und visionäres Planen der nächsten Schritte, bevor es losgeht ins sehr fremde Manila auf den Philippinen. Diversität bei gleichzeitiger Einheit zeigt sich in den Menschen, die im Sommer zwei Wochen lang intensive Erfahrungen teilen werden – als wären wir gecasted worden (dazu später mehr). Manche waren schon mal in Asien, andere nicht. Manche haben schon Erfahrungen mit der Arbeit von Prosituierten, andere nicht. Manche haben schon ganz viele Fundraisingideen, andere nicht. Aber unser basaler Anspruch als Team ist der Gleiche: Wir wollen im Namen Jesu den sich prosituierenden Frauen mit Liebe begegnen und eine Saat der Hoffnung sähen. Hoffnung im Erkennen ihres Wertes und ihrer Einzigartigkeit als Geliebte Gottes. Hoffnung an eine alternative Zukunft, einen alternativen Beruf. Hoffnung in weißen Europäern nicht nur Sextouristen, sondern auch Menschen zu sehen, denen Gerechtigkeit und die Frauen als DU wichtig sind.

Das sind große Worte für einen zweiwöchigen Einsatz. Und dennoch will ich Vertrauen und Glauben haben, dass Gott uns als Werkzeuge gebraucht und wir nachhaltig verändert aus diesem Einsatz wiederkehren werden.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und in regelmäßigen Abständen werden wir euch daran teilhaben lassen. Bis dahin die Bitte: Beten für uns als Team und dass Gott den Boden auf den Philippinen für einen bestmöglichen Einsatz vorbereitet.