Nachdem am Vortag alle Bauarbeiten der Woche abgeschlossen wurden, konnten wir uns am Freitag in voller Stärke dem Kinderprogramm widmen. Und egal ob man sich für Bilder malen oder für Spiele mit dem Schwungtuch entschied, Spaß war wieder garantiert. Und auch der Basketball fand wieder reichlich Gelegenheiten durchs Netz zu rauschen.

Parallel zum bunten Treiben im Hof, wurden im Haus die Sachspenden für die Kinder liebevoll vorbereitet. Im Anschluss durften sich alle Kinder und Jugendlichen eine Sache aussuchen, die sie gerne behalten wollten. Ob Flip-Flops oder Deutschland-Trikot, viele schöne Sachen fanden neue freudige Besitzer.

Am Nachmittag stand für unserem Team noch ein besonderes Erlebnis bevor. Denn die Gründerin des Kinderheims, von allen nur liebevoll „Oma“ genannt, erzählte aus ihrem spannenden Leben und berichtete uns was passieren kann, wenn man sich auf Gott ausrichtet und nach seinem Willen fragt.

Parallel dazu bereiteten die Kinder und Jugendlichen draußen das Highlight des Abends vor: eine große Zirkusshow. Zaubertricks, Kunststücke und andere Darbietungen sorgten für reichlich gute Laune bei den Akrobaten und Zuschauern.

Am Abend war es dann für uns soweit uns für die Gastfreundschaft, die wir in der Woche so reichlich erfahren haben, zu bedanken. Die Gastgeschenke und Spenden wurden übergeben und ein letztes Mal durften wir anschließend ein kleines Konzert im Speisesaal genießen. Diesmal mit einem Text der uns gut vertraut war und bei dem wir endlich kräftig mitsingen konnten.

Den Abschluss des Tages bildete dann ein aufregendes Fußballspiel mit Mitarbeitern und Jugendlichen. Dabei konnte sich der 1. FC Buntgemischt gegen den SV Gelbe Leibchen knapp mit 3:2 durchsetzen.

Am nächsten Morgen war es dann aber soweit: mit gepackten Koffern und frisch gefüllten Mägen mussten wir Abschied von unserem Zuhause der letzten Woche nehmen. Dieser „Programmpunkt“ fiel wesentlich länger aus als geplant und zeigte, wie gut sich Menschen binnen einer Woche annähern können. Als kleines Abschiedsgeschenk konnten wir den Kindern und Jugendlichen jede Menge ausgedruckt Bilder von der gemeinsamen Woche in die vielen Hände geben.

Als wir uns schließlich doch durchringen konnten uns in die Autos zu setzen, machten wir uns auf den Weg zum Ort unseres Teamtages.

In einer Burg und einem Freilichtmuseum konnten wir bestaunen, wie das Leben in Rumänien in vergangenen Jahrhunderten ausgehen haben muss.

Nach einem gemeinsamen späten Mittagessen mussten wir uns von unseren letzten neuen Freunden verabschieden, die uns noch bis hierher begleitet hatten.

Ein letztes Mal verteilten wir uns auf die Autos und traten unsere lange Heimreise an. Da wir Rumänien diesmal bei Tag durchfuhren, konnten wir bestaunen, welche landschaftliche Schönheit dieses Land neben seinen herzlichen Menschen zu bieten hat.

Nach vielen Stunden Autofahrt durch vier Länder endete unser Roadtrip zurück in Frankfurt und jeder ging nun wieder seiner eigenen Wege.

Was uns wohl allen bleibt, sind zahlreiche Erinnerungen an eine aufregende, spannende und teils aufwühlende Woche und an eine Zeit voller Kontraste. Sei es das Land, das so reich an wunderschöner Natur, aber vielerorts so arm an Geld und Infrastruktur ist. Oder auch die vielen Kinder, deren Lachen so oft freudig und hell erklingt, aber die oftmals eine solch dunkle Vergangenheit haben.

Wer mehr von unserem Einsatz erfahren möchte, der ist herzlich zum Crossways am 26. August in Frankfurt eingeladen. Wir freuen uns wenn wir noch weiter von unserem kleinen großen Abenteuer berichten können.

Es grüßt, wieder weit verteilt

Euer Rumänien-Team