Gestern Abend sind wir in den großen Eisenvogel gestiegen und haben uns auf den Weg nach Glasgow gemacht. Leider konnte eines unserer Teammitglieder aus persönlichen Gründen die Reise nicht mit uns antreten. Du sollst wissen: Du fehlst uns hier!

Mitten in der Nacht sind wir also angekommen. James, ein Mitarbeiter der Parkhead Nazarene Church, hat uns dort mit dem Auto abgeholt. Die Chemie stimmte sofort und wir unterhielten uns direkt über die wirklich harten Themen wie den Brexit, Fußball und die Eigenheiten des schottischen Akzentes. Nach der ersten Nacht, die wir auf Luftmatratzen in der Kirche verbrachten (Mischa ist durch Druckverlust in der Matratze schnell auf dem Boden der Tatsachen angekommen), haben wir unseren Tag in der Stadt verbracht und diese kennengelernt. Wir besichtigten die Glasgow Cathedral, die uns dazu brachte, uns kurz andächtig hinzusetzen und spontan theologisch zu reflektieren. Danach gingen wir über den beeindruckenden Friedhof der Stadt. Auf dem Rückweg stießen wir auf die Pipe-Band Weltmeisterschaft, die genau passend zu unserem Besuch stattfand. Danny und Mischa waren von den vielen Kilts extrem beeindruckt, sodass es bis zum Kauf nicht mehr lange dauern kann. 

Zurück in der Gemeinde lernten wir einige der Mitglieder kennen und wurden von der Meisterköchin Rhonda beköstigt. Wir hörten einige knallharte Geschichten über persönliche Biographien und  überstandene Suchtkrankheiten und die Unterstützung durch Parkhead Nazarene. Wir waren beeindruckt von der Wirksamkeit der Arbeit der Gemeinde und dem Durchhaltevermögen der Mitglieder. Glasgow ist ein extrem hartes Pflaster…

Aber diese Menschen hier haben durch ihren Glauben und die Aufnahme in der Gemeinde zu neuer Lebensfreude gefunden. Das durften wir hautnah erfahren. Sie stehen tierisch auf Karaoke und Tischtennis und direkt nach dem Essen wurde beides aufgebaut und der Abend konnte beginnen. 

Sonntag geht es dann weiter. Wir werden am Gottesdienst teilnehmen und bekommen am Nachmittag eine Einführung in das Wochenprogramm. Wir werden also erfahren, wo und wie wir in den nächsten Tagen eingesetzt werden. Wir bleiben gespannt!